Maikundgebung Aachen 2011

 

Radio-Kurzfeature von Axel Gauster
Sprecher: Axel Gauster
Online-Text, Foto: Axel Gauster
© 2011 NGG-Region Aachen
Länge: 7'36"
Format: mp3pro 96kbps 44,1 kHz 16bit DAB JointStereo
 
Seite: 1 - 2 - 3
 
Der Erste Mai ist der internationale Tag der Arbeit, Maifeiertag oder Kampftag der Arbeiterbewegung. Er ist gesetzlicher Feiertag in Deutschland, und vielen anderen Ländern auf der Welt.
 

Die in der Stadt Aachen vertretenen Gewerkschaften organisieren einen Demonstrationszug. Der führt vom DGB-Haus in der Dennewartstrasse bis auf den Aachener Markt. Und dort ist dann die zentrale Maikundgebung mit gewerkschaftlichen Reden und Kulturprogrammen. Slogan für dieses Jahr: „Das ist das Mindeste. Faire Löhne. Gute Arbeit. Soziale Sicherheit.

Als Hauptrednerin ist Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer angekündigt. Für die Kinderbetreuung ist die Gewerkschafts-Jugend zuständig. Natürlich ehrenamtlich. Informationen über Arbeit, Gewerkschaft, Solidarität gibt es an den Informationsständen. Und die werden AUCH ehrenamtlich aufgebaut und betreut.

Überhaupt kann man sagen, das ohne dieses freiwillige Engagement eine solche Veranstaltung nicht möglich ist. So auch bei der Gewerkschaft NGG-Region Aachen. Sie hat den größten Standbereich. Viele fleißige Hände servieren nicht nur Informationen, sondern auch Getränke, warme Speisen und Kuchen. Der Stand der NGG-Region Aachen hat sich quasi zu einem Begegnungspunkt entwickelt. Interessierte und Gewerkschaftler machen hier eine Pause. Tauschen Informationen aus und bieten ihre fachliche Hilfe an.

 

Demonstrationszug 1. Mai 2011 
 
Vor dem DGB-Haus sammeln sich ungewöhnliche viele Demonstraten. Flaggen, bunte Transparente und Spruchtafeln vor blauem Himmel. Um 10 Uhr startet der Demozug.
 
Nun könnte man sagen: „Jedes Jahr das Gleiche“. Aber diesmal ist es mehr. Nach wie vor gibt’s die soziale Schieflage, es gibt die Atomkraftdebatte und Stuttgart 21. Die Menschen fordern mehr und mehr ihr Recht auf Mitsprache bei vielen wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen.
 
Und am diesem 1. Mai 2011 öffnen sich auch weitere osteuropäische Staaten dem europäischen Arbeitsmarkt. Arbeitnehmerfreizügigkeit wird das genannt. Das schürt Ängste auf Arbeitsplatzverlust oder Dumpinglöhne, die durch die Leiharbeitsfirmen ausgelöst werden.
 
Ein spannendes Jahr ist dieses 2011. Atomausstieg, verändertes Wählerverhalten bei den verschiedenen Landtagswahlen, neue Arbeitnehmerfreizügigkeit, erneute Rettungsversuche bankrotter europäischer Staaten, eine boomende Wirtschaft. Aber auch mehr Leiharbeitskräfte und prekäre Arbeitsverhältnisse, steigende Lebenshaltungskosten, keine internationale Bankenkontrolle, steigende Armut einerseits und größere Vermögen andererseits. Der Slogan des DGB zum 1. Mai 2011: „Das ist das Mindeste. Faire Löhne. Gute Arbeit. Soziale Sicherheit.“ Die Probleme warten auf gerechte Lösungen.
 
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