Mitbestimmungsmesse 2011

 

Radio-Kurzfeature von Axel Gauster
Sprecher: Axel Gauster
Online-Text, Foto: Axel Gauster
© 2011 NGG-Region Aachen
Länge: 14'44"
Format: mp3pro 96kbps 44,1 kHz 16bit DAB JointStereo
 
Seite: 1 - 2 - 3
 
Unter der Überschrift Mitbestimmung für gute Arbeit fand am 14. Juli 2011 die erste regionale Mitbestimmungsmesse für Betriebs- und Personalräte statt.
Veranstalter: DGB Region NRW Süd-West Aachen und das DGB Bildungswerk e.V. NRW.
 
Der Tag gliederte sich in fünf Foren und einer abschließenden Gesprächsrunde.
Zahlreiche Informationsstände boten den Gewerkschaftern die Möglichkeit, neue Netzwerke zu knüpfen oder alte zu vertiefen. Das Angebot war breit gefächert. Angefangen mit der Arbeitsagentur für Arbeit über die Berufsgenossenschaft Holz und Metall bis zur Weitblick Personalpartner und der Technologieberatungsstelle (TBS) beim DGB NRW e.V. konnten Messeteilnehmer Handlungshilfen für die tägliche Betriebs- und Personalratsarbeit abrufen.
  
Mitbestimmungsmesse 2011 - Gastgeber Ralf Woelk DGB Region NRW Süd-West Aachen
Ralk Woelk, DGB-Regionsvorsitzender NRW Süd-West, Aachen

 

Morgendlicher Gastredner war Prof. Dr. rer. pol. Heinz J. Bontrup von der Fachhochschule Gelsenkirchen.
 
Sein Vortrag konzentrierte sich auf die Analyse der bestehenden wirtschaftlichen Verhältnisse in den kapitalistisch geprägten Gesellschaften und ihre Auswirkung auf die Mitbestimmung. Wobei er betonte, dass eine im Grunde fehlende paritätische Mitbestimmung nach dem Vorbild des Montan-Mitbestimmungs-Gesetzes dazu geführt hat, dass die abhängig beschäftigten Menschen immer weniger am wirtschaftlichen Erfolg einer Volkswirtschaft teilhätten.
 
Und auch die betrieblichen Realitäten würden es den Betriebs- und Personalräten erschweren, ihre Pflichten und Rechte im Rahmen der Betriebsverfassungsgesetze wahrzunehmen. Von der Mitbestimmung im Unternehmen ganz zu schweigen.

 

Mitbestimmungsmesse 2011 - Gastredner Prof. Dr. rer. pol. Heinz-J. Bontrup
Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup, Fachhochschule Gelsenkirchen

 

„In unserer Wirtschaft werden sowohl Konsumgüter als auch Kapital- und Investitionsgüter produziert. Die ersten gehen, wie der Name besagt, in den Verbrauch. Die Letzteren dienen langfristiger Nutzung. Wohnhäuser und dergleichen. Oder dienen selbst wieder der Produktion für Fabriken, Maschinen usw. An der Erzeugung beider Arten von Güter wirken die Arbeitnehmer mit.
 
Für die Arbeitsleistung in diesen beiden Zweigen der Produktion zahlen die Unternehmer ihnen Arbeitslohn. Dieser Arbeitslohn erscheint in der Erfolgsrechnung der Unternehmer als Kosten. Verwenden die Arbeitnehmer nun den ganzen Arbeitslohn zum Kauf der geschaffenen Verbrauchsgüter, so heißt das: Die Unternehmen erhalten die ganze von ihnen als Kosten aufgewendete Lohnsumme zurück und geben dafür aber nur die produzierten Konsumgüter ab.
 
Die gleichzeitig mit dieser Lohnsumme neu geschaffenen Kapital- oder Investitionsgüter werden ihnen sozusagen gratis franko frei übergeben. Man könnte das auch so ausdrücken: Die Arbeitnehmer schenken dem Unternehmer die Kapital- oder Investitionsgüter und sind zufrieden, als Entgelt für ihre Leistung im Produktionsprozess denjenigen Teil der produzierten Güter zu erhalten, der die Konsumgüter bestimmt. Auf diese Weise werden die Unternehmer reicher und reicher und die Arbeitnehmer bleiben für immer Habenichtse.“ 1)
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